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Kochen wie zu Urgroßmutter's Zeiten

Gemüse schnippeln

Am 7. Juli haben wir einen Ausflug ins Kindermuseum gemacht. Dort sind wir in der Zeit 100 Jahre zurückgereist um zu erleben, wie die Menschen 1909 gekocht und gegessen haben. Das wollten wir genau wissen, denn unsere Schule wird dieses Jahr ja 100 Jahre alt.

In Urgroßmutter's Küche

Herd

Als wir ankamen, sind wir die Treppenstufen zur Küche ganz langsam hochgestiegen und haben uns vorgestellt, dass wir mit jeder Stufe 5 Jahre rückwärts in der Zeit reisen.

Oben angekommen, haben wir uns alle um einen langen Tisch gesetzt und erfahren, dass es damals noch keinen Strom gab und die Menschen Licht mit Kerzen oder Öllampen machten. Auch der Herd wurde mit Holz geheizt. Wir durften ihn erst mit Zeitungspapier vollstopfen und dann selbst mit Streichhölzern anzünden! Als das Feuer schön groß flackerte, legten wir Holz darauf.
Nun ging das Kochen los. Eine Gruppe ging in den „Kolonialwarenladen“ einkaufen und brachte Zwiebeln, Karotten, Lauch und Kartoffeln mit. Wir schnitten alles klein und kochten einen Topf Kartoffelsuppe auf dem alten Ofen, der inzwischen feuerheiß war. War das eine Hitze!

Die zweite Gruppe machte aus Sahne Butter. Dazu füllten die Kinder einen Becher Sahne in ein Butterglas, schlossen den Deckel und drehten so lange an einem Handrad, bis die Sahne fest wurde. Das hat ganz schön vie Kraft gekostet! Die Mühe hat sich aber gelohnt, denn am Ende konnte man die Butter sogar in Holzmodeln streichen und sie zu kleinen runden Klecksen formen.

Startet das Herunterladen der DateiSo haben wir die schönen Butterkugeln hergestellt!

Herstellung der Butter

Zitronenlimonade aus eigener Herstellung

Zucker

Die dritte Gruppe hat aus Zitronen und Zucker Limonade selbst hergestellt. Dazu mussten die Jungs mit einem Zuckerschneider von einem großen Stück Zucker Pulver abreiben und sehr gut aufpassen, dass sie nicht die Finger erwischten. Dann pressten sie Zitronen aus, strichen den Saft durch ein Sieb und mischten alles mit Wasser. Fertig war die Limo.

Vor dem Essen - Hände waschen nicht vergessen!

Hier haben wir unsere Hände gewaschen

Vor dem Essen deckten wir gemeinsam die lange Tafel mit Email-Geschirr. Dann mussten sich alle gründlich die Hände in einer alten Handwaschschüssel mit Kernseife reinigen. Das Wasser war so seifig, als wir alle fertig waren, das sah schon fast eklig aus!
Vor dem Essen ging Silvia, eine der Mitarbeiterinnen vom Kindermuseum, herum und kontrollierte bei allen Kindern, ob Ohren und Fingernägel auch wirklich sauber waren. So hat es früher die Großmutter gemacht. Wehe, sie hat noch Schmutz gefunden – dann gab es oft kein Essen für die Kinder! Wir waren alle sauber und auch mucksmäuschenstill, bis jeder etwas auf dem Teller hatte – jetzt durften wir endlich essen. Die Suppe, die Butter auf frischem Brot und die kalte Limonade schmeckten köstlich, mhh.
Wir spülten dann noch alle gemeinsam ab, kehrten und wischten die Tische. Schon war es Zeit, wieder zurück zur Schule zu fahren.
Jetzt wissen wir, wie die Menschen vor 100 Jahren kochten und aßen.

An der 100 Jahr Feier am 26. September könnt ihr bei uns sehen, wie es geht.